Pressetext Gönnerkonzert 2018

Mit Panflöte und Cello in die Zukunft

Das traditionelle Gönnerkonzert der Musikschule Zürcher Unterland im Flügelsaal von Musik Hug hat in begeisternder Weise gezeigt, was für Talent in jungen Leuten steckt, wenn dieses denn gefördert wird. Der 2015 geäufnete Fonds hilft einigen von ihnen dabei.

Der Saal vibriert schon eine halbe Stunde vor Beginn des Konzerts. Allein die Dekoration rundherum – reihenweise Bechstein-Flügel – wäre schon ein Besuch an dieser Stätte wert. Vielleicht ist es ja das letzte Mal, dass das Konzert hier stattfindet, denn unweit von diesem Saal entstehen die nagelneuen Räumlichkeiten, die dereinst von der Musikschule Zürcher Unterland (MSZU) bezogen werden können.

Im Publikum sitzen einerseits die Familienclans der jungen Musikerinnen und Musiker, wobei sich der neutrale Beobachter fragt, wer nervöser ist: die Spieler oder die Väter und Schwestern? Anderseits sind da die Gönner, welche zusammen mit ihrem Jahresbeitrag ein Gratisticket mit eingebautem Apéro riche erhalten haben. Der Fonds ist aber nicht zu verwechseln mit den ebenfalls aktuellen Spendenaufrufen der MSZU, welche direkt dem Neubau im Gussareal zugutekommen. Der spezielle Gönnerfonds unterstützt junge Musiker finanziell, die entweder grosses Talent oder aber gewisse Einschränkungen haben. „Der Gönnerfonds ist noch zu wenig bekannt“, erklärt der neue Schulleiter der MSZU vor dem eineinhalbstündigen Konzert, Andrea Willi, das müsse sich ändern. Zur Zeit werden vier junge Leute in ihren Bemühungen unterstützt, im nächsten Jahr kommt ein fünfter dazu.“

Dann darf es losgehen und es ist ein Erlebnis, wie da so viele geübte Stunden auf der doch ziemlich grossen Bühne auf ein paar Vorführminuten reduziert werden. Es ist erstaunlich, wie gelassen und doch konzentriert die jungen Leute an der Arbeit sind. Wie sie strahlen am Schluss ihrer Performance, wenn sie der Applaus belohnt. Einzig das lockere, kurze Verbeugen müssten die beteiligten Musiklehrer mit ihren Schützlingen noch etwas besser hinbringen. Namen sollen hier so oder so keine genannt werden, denn für alle reicht es nicht und es wäre vermessen, einzelne hervorzuheben. Es ist einfach ein grosses Konzert, das einen in froher Zuversicht in die Zukunft blicken lässt. Das Klavier ist, wie gewohnt, gut vertreten. Dazu gibt es aber Violine, Blockflöte, Cornet, Akkordeon, Violoncello und Bassklarinette zu hören. Oft sind die Lehrkräfte als Begleiter oder mindestens als Notenumblätterer aktiv. Oder sie nehmen die Rolle des „Roadies“ ein, der dafür sorgt, dass sowohl der Klavierstuhl wie der Notenständer genau die richtige Höhe haben. Für die charmanten Ansagen der Stücke von Telemann, Vivaldi, Beethoven, Piazzolla, Chopin und auch weniger bekannten, ist Klavierlehrerin Mirella Barzano zuständig.

Zum Schluss dürfen die gefeierten Protagonisten aus der Hand des zweiten Schulleiters, Urban Frey, eine kleine, süsse Belohnung entgegennehmen. Der dritte, Rolf Hutter, hat sich als Hoffotograf hervorgetan, während das Sekretariatsteam draussen den Apéro bereitgestellt hat. Es wird angestossen auf die junge Generation, ihr gehört die Zukunft. Die Musikschule wird sie weiter begleiten.

KONI ULRICH

Legende: Sebastian Pazmandi am Flügel und Yannick Rechsteiner am Violoncello  spielen eine Elegie von Gabriel Fauré

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