Pressetext Gönnerkonzert 2019

Die Jugend spielte erstmals in der Vetropack Hall

Das Gönnerkonzert der Musikschule Zürcher Unterland zeigte auf, wo die geförderten jungen Musikerinnen und Musiker stehen. Erstmals im hauseigenen Saal liessen sich die jungen Talente nicht zweimal bitten.

Im Foyer der erst vor wenigen Wochen eingeweihten Vetropack Hall sind die grossen Sponsoren auf gläsernen Balken eingraviert, allen voran die benachbarte Vetropackgruppe. Drinnen im modernen Saal prangen die bescheideneren finanziellen Helfer mit ihren Namenstäfelchen auf den Stuhllehnen und auf der Bühne wird gezeigt, was die jungen Leute unter anderem mit ihren Fördergeldern des Gönnerfonds der Musikschule Zürcher Unterland erreicht haben. Dieser ist vor vier Jahren eingerichtet worden, um sowohl körperlich oder geistig leicht benachteiligte wie auch besonders talentierte Jungmusiker speziell zu fördern.

Dreifache Ehre                                                                                                                                                             Mit einem bebilderten Kurzreferat weist Schulleiter Andrea Willi zu Beginn auf die zu hörenden Komponisten hin, die mit Jean Philippe Rameau oder Johann Ludwig Krebs bis ins 18. Jahrhundert zurückreichen. Dreifache musikalische Ehrung also: Die längst verstorbenen wie die lebenden Schöpfer der Musik erhalten wieder mal die Ehre. Die jungen Musikerinnen und Musiker können zeigen, was in ihnen und in ihren Instrumenten steckt und die Gönner im Publikum erfahren, wie gut sie ihren Batzen investiert haben. Nachdem die Violinistin, Hannah Fe Valdez, das Konzert mit einem majestätischen Hoftanz von Jean Philipp Rameau eröffnet hatte, spielte sie zusammen mit dem Cellisten, Fadri Kuhn, ein heiteres Menuett von Johann Ludwig Krebs. Beide haben beim diesjährigen Zürcher Unterländer Jugendmusikwettbewerb einen ersten Preis erzielt. Anschliessend überwältigte Fadri Kuhn die Zuhörerschaft mit einem wahren Feuerwerk der Klänge, die er seinem Cello entlockte. Temperamentvoll und technisch souverän interpretierte er das „Allegro appassionato“ von Camille Saint-Saens. Begleitet wurde er am Flügel von der Pianistin, Gisela Kaufmann. Der junge Mann profitiert vom Gönnerfond mit zusätzlichen musikalischen Theoriestunden. Die junge Pianistin Candela Caballero, welche eine Nocturne von Daniel Hellbach einfühlsam interpretiert, darf mittels des Gönnerfonds ein zusätzliches Instrument, die Gitarre, erlernen. Leonie Kaiser und Lena Pichierri aus der ehemals „fremden“ Dielsdorfer Nachbarschaft bringen den Tanz der Zuckerfee von Peter Tschaikowsky. Einem Teil der auftretenden jungen Leute haben die Fördergelder insofern geholfen, als sie ihre Unterrichtszeit verlängern konnten.

Rumänische Panflöte                                                                                              

Eher neuer im Sortiment der Instrumente präsentiert sich die Panflöte, welche auch von Schulleiter und Panflötist Urban Frey gerne gespielt wird. Marc Allemann steigert sich, zusammen mit seinem Ausbildner Michael Dinner, anlässlich ihrer rumänischen Folklore „Hatzegana“, in einen förmlichen Spielrausch, wobei akustisch kaum mehr auszumachen ist, auf welcher Seite der Lehrer und auf welcher der Schüler ist. Eine weitere Melodie, „Ciocarla“ von Angelius Dinicu, begleitet von Kiyomi Higaki am Flügel, war ursprünglich für Violine vorgesehen. „Ungleich schwieriger für uns zu spielen, mit nur einer Zunge, verglichen mit den vier Fingern des Violonisten“ sagt Dinner. Die beiden schaffen das aber problemlos, genauso wie der leider aus dem Förderfonds ausscheidende Sebastian Pazmandi, welcher zum Schluss die Polonaise Nr. 6, Opus 53 von Frédéric Chopin am schwarzen Flügel grandios hinlegt. Bei ihm, dem gefeierten Jungpianisten, kann man nur hoffen, dass er der Musikschule in irgendeiner Form weiterhin treu bleibt. KONI ULRICH

Home

© 2019  Musikschule Zürcher Unterland

nach oben